Ein Girokonto ist im Alltagsleben unverzichtbar. Es wird genutzt, um typische Geldeingänge wie Lohn- und Gehaltszahlungen oder die Rente zu verwalten und davon wiederkehrende Rechnungen wie Miete oder Versicherungsbeiträge zu bezahlen. Das Bargeld wird vom Girokonto abgehoben, Einkäufe mit der dem Girokonto verlinkten BankCard oder einem Scheck getätigt.
Kostendeckung
Die Verwaltung eines Girokontos verursacht Kosten für die Bank. Neben den Kosten für Gebäudeunterhalt und Bürobedarf muss das Personal bezahlt und versichert werden. Diese Kosten sind für die modernen Online- oder Direktbanken auf ein Minimum beschränkt. Filialen und den Sachbearbeiter am Schalter gibt es dort nicht. Sie waren deshalb unter den ersten, die im Konkurrenzkampf für ihre Kunden gebührenfreie Girokonten angeboten haben. Sie kalkulierten, auch ohne Gebühren mit vorhandenen Guthaben und den Umsätzen einen Gewinn erwirtschaften zu können. Um ihre Girokunden – und damit oft auch die Sparkonten und Darlehenskonten des Konteninhabers – nicht zu verlieren, haben viele der herkömmlichen Banken diesem Beispiel nachgezogen. Sie bieten ihre Girokonten entweder – nach der Erfüllung bestimmter Bedingungen – ebenfalls gebührenfrei an, bieten gebührenfreie alternative Konten (wie zum Beispiel ein Internet-Konto) oder halten die monatlichen Gebühren auf ein Minimum. Je nach Bank, gewünschtem Service und Umsatz kann ein Verbraucher heute erwarten, entweder keine Gebühren oder bis zu durchschnittlich monatlich 7,– € zu bezahlen.
Leistungen abwägen
Es lohnt sich, zu erwägen, welche Leistungen persönlich wichtig sind. Wenn kein eigener Internet-Anschluss zur Verfügung steht, oder einfach der persönliche Kontakt mit dem Kundenberater gewünscht ist, kann es immer noch ratsam sein, hierfür die monatliche Gebühr zu bezahlen. Ein langjähriger, geschätzter Kunde kann vielleicht schon mit einer direkten Nachfrage trotzdem eine Reduzierung erreichen. Wer seine Bankgeschäfte aber sowieso am liebsten im Internet erledigt, ist mit einem gebührenfreien Online-Girokonto am besten beraten. Die Zusatzleistungen dieser Girokonten laut Stiftung Warentest sind (außer dem persönlichen Kundenberater am Schalter) durchaus ebenbürtig mit den Leistungen einer herkömmlichen Hausbank, und in den meisten Fällen ebenfalls gebührenfrei.
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